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Derbysieg unter dem Baum

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Alex Koke zog auch im Derby die Fäden auf Ferndorfs Mittelposition (Foto: Schaumann)

Alex Koke zog auch im Derby die Fäden auf Ferndorfs Mittelposition (Foto: Schaumann)

Zum Abschluss der Hinrunde hat der TuS Ferndorf in der 2. Handball-Bundesliga seinen Fans ein besonderes Weihnachtsgeschenk gemacht: Die Ferndorfer gewannen das Derby gegen den VfL Eintracht Hagen mit 32:31 (15:15) nach einem spannenden und umkämpften Spiel in der Stählerwiese. Der Jubel bei den Zuschauern in Kreuztal war groß, mit dieser Leistung und diesem Ergebnis haben die Ferndorfer nicht nur das prestigeträchtige Duell gegen den Nachbarn gewonnen sondern schieben sich zum Ende der Hinserie auch noch auf einen Nichtabstiegsplatz. Ein sichtlich geschaffter Trainer Michael Lerscht beschrieb es nach dem Spiel so: „Wir hatten das Henstedt-Spiel ehrlich noch in den Knochen. Deshalb hat das heute gut getan. Auch und gerade für die Zuschauer und die Fans. Die fahren auswärts durch die ganze Nation hinter uns her und haben in den fremden Hallen nicht so viel Positives erlebt – dass wir denen jetzt zum Abschluss so einen Derbysieg schenken konnten, das beruhigt mich ein bisschen“, so der Coach.

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Es war in der Tat ein Spiel für die Zuschauer, denn es war nie langweilig, immer eng und hatte dann sogar noch das positive Ende für die Heimfans. Die sahen übrigens zum ersten Mal in dieser Spielzeit eine Ferndorfer Mannschaft, die 60 Minuten lang in einer defensiven 6:0-Deckung verteidigte und sich dabei sogar richtig gut anstellte. Die Gastgeber führten von Beginn an, hatten guten Zugriff auf den Gegner und warfen sich in jeden Zweikampf leidenschaftlich hinein. Ob Alex Koke als Taktgeber, Marijan Basic (am Ende sechs Tore) als Vollstrecker und vor allem Daniel Mestrum mit einer beinahe perfekten Wurfausbeute und satten 12 Toren – das Team ließ über die gesamte Spielzeit keinen Zweifel daran aufkommen, dass man hier gewinnen wollte. Besonders nach der Halbzeit war die Lerscht-Truppe drauf und dran, sich abzusetzen. Mit 24:21 führte man (42. Minute), doch das Wegziehen auf vier Tore wollte nicht klappen. „Die Chance dazu war drei Mal da – in solchen Situationen fehlt uns noch so der letzte Punch, um ein Spiel auch mal vorzeitig zu entscheiden“, erklärte Lerscht. So blieb es bis zum Ende spannend, ja, der TuS sorgte selber noch für Hoffnung beim Gegner, als man eine komfortable Ausgangssituation mit einem Wechselfehler in der 54. Minute mit anschließender Zeitstrafe und Ballverlust beinahe noch hergab.

Doch am Ende setzten sich die Siegerländer gegen die Mannschaft von Lars Hepp durch, sammelte zwei wichtige Heimpunkte ein und steht mit nun 15:25 Punkten auf dem 17. Tabellenplatz – ein Heiligabend, wie man ihn sich beim TuS sicher gewünscht hat. „Es war ein toller Abschluss der Hinrunde. Das war ein Spiel, in dem beide Teams hätten gewinnen können. Es war anstrengend, knapp, eng. Das hat Körner gekostet. Auch bei mir, ich war auch Stunden nach dem Spiel noch emotional“, gab Michael Lerscht Einblick in sein Seelenleben. Nun steht für die Ferndorfer am zweiten Weihnachtsfeiertag noch das Rückspiel gegen Bayer Dormagen auf dem Programm („Da haben wir ja noch etwas gut zu machen“), bevor es dann in den wohl verdienten Winter-Urlaub geht.

TuS Ferndorf: Rottschäfer, Puhl, Mestrum (12/6), Basic (6), L. Schneider (4), Heyme (3), Trivic (2), Koke (2/1), Baumgärtner (2), Volentics (1), John, Paladin, Barwitzki.


Alle Fotos: Horst Schaumann

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