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Spannung vor dem Südwestfalenderby

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Patrick Bettig trifft auf seinen Ex-Club - zwei Jahre war er bei der SGSH. (Foto: Horst Schaumann)

Patrick Bettig trifft auf seinen Ex-Club – zwei Jahre war er in der Jugend bei der SGSH. (Foto: Horst Schaumann)

Rund 65 Kilometer trennen Ferndorf und Schalksmühle. Damit sind die Voraussetzungen für ein Derby zwischen dem TuS Ferndorf und der SG Schalksmühle-Halver in der Dritten Liga West, die sich bis Aurich, Wilhelmshaven und Varel erstreckt, gegeben. Wenn nicht die örtliche Nähe zu der SGSH für die Bezeichnung „Derby“ reichen würde, wäre es auf jeden Fall die gemeinsame Geschichte. Schon seit Jahren, als man noch in der Oberliga auf das Team von Langzeit-Coach Matthias Grasediek traf, verbindet den TuS und die SG eine Geschichte von spannenden, packenden Spielen vor vollen Zuschauerrängen. Und so wird es auch kommenden Samstag (21. September, 19:30 Uhr) ein Lokalderby, ein Südwestfalenderby, sein, das die Zuschauer in der hoffentlich pickepacke vollen Stählerwiese in Kreuztal zu sehen bekommen.

Für Atmosphäre dürfte gesorgt sein, für sportlichen Anspruch – betrachtet man den Saisonstart der beiden Mannschaften – ebenfalls. Der TuS hat einen punktemäßigen Start nach Maß hingelegt, geht verlustpunktfrei als Tabellenführer in die Partie. Und bei Aufsteiger Schalksmühle überwiegt nach zwei Siegen und einer Niederlage ebenfalls weitaus das Positive. Vor allem beim Auswärtsspiel in Leichlingen machte die Grasediek-Truppe auf sich aufmerksam und sorgte mit dafür, dass das Piratenschiff in unruhige Gewässer kam. Es folgte der Heimsieg gegen die junge Gummersbacher Mannschaft, zum Saisonauftakt verlor die SGSH gegen Eintracht Hagen (ebenfalls ein Derby). Nicht zuletzt die Ergebnisse dürften also bei TuS-Trainer Erik Wudtke dafür sorgen, dass man vor dem Gegner gewarnt ist.

Das Team von Grasediek ist eine gut gemischte Mannschaft, hat junge Akteure, aber mit Christian Feldmann (Bruder des Ex-Ferndorfers Michael), Daniel Buff und auch dem ehemaligen Hagener Marc Oberste erfahrene Spieler in seinen Reihen. Prominenteste Neuverpflichtung vor der Saison war sicher der ehemalige polnische Nationalspieler Maciej Dmytruszynski, der – wie Oberste vor einem Jahr – vom Rivalen aus Hagen kam. Aktuell belegt die SGSH den sechsten Platz und hat mit dem Start in die Spielzeit sogar ihren Trainer ein wenig überrascht: „Mit vier Punkten nach drei Spielen habe ich nicht gerechnet“, so wird Grasediek auf dem Online-Portal come-on.de zitiert.

Für die eigene Mannschaft geht es Erik Wudtke darum, sich wieder ein Stück zu verbessern. Wieder ein wenig mehr die Vorgaben umzusetzen und möglichst die Phasen, in denen man in den ersten Saisonspielen den Gegner nach eigener Führung hat herankommen lassen, auszumerzen oder zu verringern. „Wir dürfen die Zügel nicht schleifen lassen“, sieht das auch Ferndorfs sportlicher Leiter Frank Wulfestieg als eine der wichtigen Aufgaben im Derby. Vollen Einsatz verspricht Erik Wudtke von seiner Mannschaft, die neben den drei Siegen mindestens noch die Erkenntnis aus den ersten Partien mitgenommen hat, dass man über 60 Minuten Vollgas gehen kann und auch gegen Ende immer noch durch schnelle Angriffe Tore erzielen kann. Fehlen werden beim TuS weiterhin David Breuer und Heider Thomas, der Einsatz von Max Hamers (Hüftprobleme) steht noch auf der Kippe.

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