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Von Dormagen bis Duisburg: Rückblick Teil I

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Viel Grund zum Jubeln hatten die Zuschauer in den ersten Spielen der Saison 2013/2014. (Foto: Schaumann)

„Wir haben uns nach dem Abstieg schnell gefangen, sind zu einer Einheit, zu einer Mannschaft geworden. Und am Ende haben wir verdient in dieser starken 3. Liga den zweiten Platz geholt.“ So lautet das Fazit von Trainer Erik Wudtke zur abgelaufenen Spielzeit 2013/2014. Mit 47:13 Punkten und 941:829 Toren endete die Saison, auf dem Konto des TuS stehen dabei 23 Siege, ein Unentschieden und sechs Niederlagen. Im ersten Teil unseres Saisonrückblicks schauen wir auf die ersten zehn Spieltage zurück.

Die Saison begann mit einem furiosen Start für die Ferndorfer Mannschaft, die mit einem neuen Trainer in Vorbereitung und Spielzeit ging. Der 41jährige Erik Wudtke übernahm den TuS nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga und wurde damit Nachfolger von Caslav Dincic. Bereits bei seiner Vorstellung überzeugte Wudtke mit neuen Ideen, einem klaren Konzept und einer frischen Herangehensweise. Die Vorbereitung auf die Spielzeit sollte für die Spieler des TuS eine durchaus harte Belastung darstellen. Viel Athletiktraining, viele Einheiten im Grundlagen-Ausdauerbereich, Testspiele und schließlich das erste Spiel beim amtierenden Meister Bayer Dormagen.
Mit dem Routinier Alexander Koke hatte der TuS etwas überraschend für die Konkurrenz relativ kurzfristig eine echte Verstärkung ins Team geholt. Als Koke, der in seiner Karriere auch schon für Bayer Dormagen zum Einsatz kam, bei Bayer im Auftaktmatch zum Einsatz kam, war die Überraschung nicht gerade klein. Und noch größer war der Effekt den der 40:31-Erfolg der Ferndorfer auf die Liga hatte. Die Konkurrenz und auch die Medien ernannten spätestens nach diesem Start in die Liga den TuS Ferndorf zu den großen Favoriten dieser Saison.

Doch schon in der zweiten Partie wurde klar, warum TuS-Coach Wudtke zu Beginn seiner Amtszeit angekündigt hatte: „Im Grund kann in dieser Liga bis auf ganz wenige Ausnahmen jeder jeden schlagen.“ Bei der Heimpremiere der Ferndorfer erwies sich der OHV Aurich als erwartet schwerer Brocken, der dem TuS beim 25:24 alles abverlangte. Bester Werfer im Rot-Weißen Trikot waren Mirza Sijaric und Carsten Lange. Es folgte für das Wudtke-Team eine der erfolgreichsten Saisonphasen überhaupt: Sieben Siege aus den ersten sieben Spielen. Bei den alten Bekannten der TSG Altenhagen-Heepen Bielefeld setzte sich Ferndorf mit 28:25 durch – danach gewannen die Siegerländer mit 32:28 im prestigeträchtigen Derby gegen die SG Schalksmühle-Halver. David Breuer, der von Bundesligist TuSEM Essen zum TuS gewechselt war, kam nach einer Muskelverletzung zum ersten Einsatz und erzielte dabei gleich fünf Treffer. Beim folgenden Sieg über die HSG Varel-Friesland zeigte sich Kreisläufer Moritz Barkow in Top-Form, der ehemalige Wilhelmshavener erzielte sechs Tore und sollte auch fortan zu einem wichtigen Faktor im Spiel des TuS werden.

 

Wichtige Tore steuerte Alex Koke in Gladbeck bei. (Archivfoto: TuS Ferndorf)

Wichtige Tore steuerte Neuzugang Alex Koke in Gladbeck bei. (Archivfoto: TuS Ferndorf)

Mit zwei hohen Siegen in Krefeld (36:29) und gegen Gladbeck (36:25) setzte die Mannschaft von Erik Wudtke weitere Duftmarken und blieb bis zum 12. Oktober in der 3. Liga West verlustpunktfrei an der Tabellenspitze. Schnelles Angriffsspiel und eine flexible, fast ausschließlich offensive Abwehrarbeit zeichnete das Team aus. Am achten Spieltag kam es dann zum absoluten Spitzenspiel in der Nordfrost-Arena zwischen dem Wilhelmshavener HV und dem TuS Ferndorf. Platz eins gegen Platz vier. Am Ende mussten sich Breuer, Hilger, Aust und Co gegen den WHV knappt mit 28:29 geschlagen geben. Bereits zur Halbzeit hatte der TuS mit 13:19 zurückgelegen, konnte erst Mitte der zweiten Halbzeit den Rückstand verkürzen. „Es wurde besser als wir in der Deckung auf 3-2-1 umgestellt haben, das war mit dafür verantwortlich, dass wir ins Spiel gefunden haben und am Ende sogar noch rankamen. Es fehlten dann wohl einfach ein paar Minuten, ich denke, der WHV war am Ende vielleicht ein bisschen am Kippen, aber da hätte dann alles stimmen müssen und wir hätten noch ein wenig Zeit haben müssen. Das war nicht der Fall”, bewertete Trainer Erik Wudtke die Partie.

Der anschließende Mittwoch brachte die zweite Pflichtspielniederlage: Im DHB-Pokal verloren die Siegerländer gegen den Zweitligisten EHV Aue mit 29:37. Im anschließenden Liga-Heimspiel gegen den ART Düsseldorf gelang Ferndorf die Rückkehr in die Erfolgsspur – wenn auch mit etlicher Mühe. Erst nach dem Seitenwechsel (11:10) gestaltete man die Partie deutlich. Und erneut hatten die Ferndorfer – wie in so vielen anderen Saisonspielen auch – nicht den einen überragenden Einzel-Torschützen, sondern die Treffer verteilten sich. So trafen z.B. Alex Koke und Alen Sijaric gegen den ART fünf Mal, Moritz Barkow und Carsten Lange vier Mal. Das Spiel war das erste, nach dem Erik Wudtke warnende Worte aussprach: „Ich bin zum ersten Mal in der Pause richtig laut geworden, das waren die Spieler nicht gewohnt und haben auch ein bisschen komisch geguckt. Aber das hatte mit einer Sportlichkeit, die ich in der Einstellung meiner Spieler verlange, nichts zu tun vor der Pause. Das habe ich der Mannschaft klar gesagt und dass ich erwarte, dass wir uns hier in der zweiten Halbzeit anders präsentieren. Das ist dann auch geschehen.”

Mit Sieg Nummer Neun holten sich die Siegerländer beim 30:26 gegen die neu gegründete Mannschaft der Löwen aus Duisburg weiteres Selbstvertrauen. Sieben Treffer standen nach der Partie auf dem Konto von Alen Sijaric, der wie sein Bruder Mirza seine letzte Saison im TuS-Trikot spielte und in der Partie gegen Duisburg von der Linksaußen-Position nur einen einzigen Fehlschuss hatte.

Weiter geht es im Saisonrückblick mit Teil zwei – folgt bald!

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