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 Eminent wichtiger Heimsieg für den TuS

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Starkes Spiel in Angriff und Abwehr von Mattis Michel, der 8/3 Treffer erzielte (Foto H.Burbach)

Es ist kaum nachzuvollziehen, dass dieses Team des TuS Ferndorf zwischen Anfang Dezember 2020 und Mitte April 2021 sieglos blieb. Seit dem Derbysieg gegen den VfL Gummersbach holten die Jungs von Coach Robert Andersson 7:3 Punkte. Inzwischen ist nicht nur eine höhere Attraktivität im Spiel festzustellen, nein, auch die Handschrift des schwedischen Alt-Internationalen an der Seitenlinie wird immer mehr erkennbar. Und dass sich Ferndorfer Mannschaften niemals aufgeben, weiß man in der zweithöchsten Spielklasse des deutschen Handballs schon länger.

Dabei wäre es dem ein oder anderen gar nicht zu verdenken gewesen, wenn am gestrigen Abend nach acht Minuten der Kopf ein wenig nach unten gegangen wäre. Zwar hatte der im Vorfeld oft angeführte Julius Lindskog Andersson auf Seiten der Hansestädter kein Zielwasser getrunken, und verschoss nicht nur den ersten freien Ball, sondern auch seinen ersten und einzigen Siebenmeter – dafür lief auf Seiten der in rot-weißen gekleideten Gastgeber in den ersten Minuten noch viel weniger zusammen. Abschlussschwächen gepaart mit technischen Unzulänglichkeiten führten nach den erwähnten acht Minuten zu einem 0:3 Zwischenstand. Torben Matzken betätigte sich dann als Eisbrecher und führte die Seinen wieder zurück ins Spiel. Typisch für die erste Halbzeit, die einer ständigen Wellenbewegung glich. So stellte die TuS-Equipe mit einem 10:2 Lauf auf den Zwischenstand von 10:5 nach neunzehn Minuten. Man hatte Lindskog Andersson im Griff und war auf einem guten Weg. Doch die nächste Welle schwappte wieder in die andere Richtung. Nach weiteren sieben Minuten zeigte die Anzeigetafel beim 11:13 eine Zwei-Tore-Führung der Mannen von der Ostsee. Nur gut, dass Niklas Diebel und Josip Eres vor dem Gang zum Pausentee noch ausgleichen konnten.


„Das Zusammenspiel Abwehr/Torwart war sehr gut“, konstatierte Ferndorfs Coach nach dem Spiel. Eine Untertreibung für die Leistung Marin Duricas in der zweiten Halbzeit. Im Zusammenspiel mit einer beweglichen Abwehr brachte der Kroate im Ferndorfer Tor die Lübecker Schützen reihenweise zur Verzweiflung, und sorgte nach Wiederanwurf dafür, dass sein Team schnell auf drei Tore wegziehen konnte. Garant Nummer Zwei für diesen wichtigen Zwischenspurt war Mattis Michel, der vorne wie hinten eine nahezu fehlerfreie Vorstellung ablieferte. Immer wieder beeindruckend, wenn man das Gefühl hat, Ferndorfs Kreisläufer hätte einen eingebauten Ballmagneten in seiner Wurfhand. Nun konnte auch endlich Andreas Bornemann seinen Anteil mit zwei Toren beisteuern. Als dann die Partie auf die Zielgerade einbog, zeigte Lübecks Torwart Nils Conrad eine überragende Parade. Meist eine Art Wendepunkt für ein Spiel, zeigten sich die Rot-Weißen davon aber gänzlich unbeeindruckt. Im Gegenteil – selbst durch die erste und einzige Zeitstrafe gegen den TuS, durch die souverän durchs Spiel leitenden Unparteiischen Jan und Manuel Lier, ließen sich die Andersson-Mannen nicht aus dem Konzept bringen. So brachten Lucas Schneider und Eres die Partie mit ihren Toren ins Ziel, so dass die Anzeigetafel am Ende einen 27:23 Sieg für die Hausherren quittierte.

Nach dem „Vater-gegen-Sohn-Spiel“ nimmt man sich wieder in die Arme – Familie Andersson (Foto: H.Burbach)

Während Andersson von einem „Sieg trotz unnötiger Fehler“ sprach, seinem Team aber „ein Kompliment für die Spielführung und die wieder einmal vielen Tore“ aussprach, war Lübecks Coach Piotr Przybecki enttäuscht: „Unsere Effektivität war nicht gut genug. Ferndorf war bissiger. Aber Sonntag wollen wir uns revanchieren.“

Gutes Stichwort – denn nur wenige Stunden nachdem sich der Bus des VfL Lübeck-Schwartau auf die Heimreise gemacht hat, wird auch der rot-weiße Tross schon am Samstag gen Ostsee aufbrechen.. Denn bereits am Sonntagnachmittag um 16 Uhr steht das Rückspiel auf dem Programm. Ein nicht minder schweres Unterfangen, denn auch Lindskog Andersson blickte schon auf den Sonntag, als er Richtung seines Vaters sagte: „Zu Hause sind wir sehr stark !“ Für die 

Faulenbach & Co. gilt es, die gezeigten Leistungen der letzten Spiele zu kompensieren und nach der Eichhörnchen-Taktik Punkt für Punkt zu sammeln, um am Ende der Saison über der roten Linie zu stehen.

Tore: Mattis Michel (8/3), Torben Matzken (4), Josip Eres (4/1), Niklas Diebel (3), Andreas Bornemann, Julian Schneider, Lucas Schneider (je 2), Christopher Klasmann, Thomas Rink (je 1)


Fotos Heiko Burbach

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