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Kleines Derby in der Stählerwiese

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Wechselbäder sind gut für die Gesundheit. Ja, das mag durchaus wahr sein – rund um den TuS Ferndorf kann man allerdings gerade sehr gut auf diese Wechselbäder verzichten. Wobei nach dem Gesetz der Serie nun wieder ein überzeugender Sieg folgen müsste. Dem Auftritt gegen Aue folgte der grandiose Sieg in Nordhorn. Gefolgt von einer krachenden Niederlage in Eisenach, der wiederum ein toller Sieg gegen die Eulen aus Ludwigshafen folgte. Nach der Niederlage vom Samstag in Coburg müsste nun eigentlich wieder ein überzeugender Heimauftritt folgen.

Dass dies gegen eine der torhungrigsten Mannschaften der Liga ein schweres Unterfangen sein wird, sollte dabei jedem bewusst sein. Knapp 30 Tore erzielen unsere hessischen Nachbarn aus Hüttenberg im Schnitt. Was sich auch bei den Torschützen widerspiegelt. Drei Spieler haben schon mehr als 100 Feldtore. Das hat im Kader des TuS Ferndorf nicht ein einziger Spieler geschafft. So ist auch die Handschrift von Hüttenbergs Coach Johannes Wohlrab und seinem spielenden Co-Trainer Stefan Kneer, seines Zeichens langjähriger Bundesliga-Profi und Nationalspieler, klar umrissen. Angeführt wird die blau-weiß-rote Meute von Dominik Mappes. Nach einigen Jahren Bundesliga-Handball im vergangenen Sommer mit viel Tamtam zurück in seiner Heimat begrüßt, zieht er nach dieser Saison weiter zum Aufsteiger VfL Gummersbach. Im Schatten von Mappes entwickelt sich der 21-jährige Ian Weber zu einem echten Shooting-Star der zweiten Liga. Nicht zu vergessen, der dritte Bunde – Hendrik Schreiber. Genau wie Weber in der Wetzlarer Jugend ausgebildet, zieht er mit den beiden oben Genannten die Fäden im Hüttenberger Rückraum. Und wenn die Drei mal nicht zünden, ist da ja immer noch eine große Hoffnung des deutschen Handballs auf Halbrechts. Der sicherlich auch bei vielen Erstligavereinen auf dem Zettel stehende 18-jährige Niklas Theiß. Wenn es denn überhaupt eine augenscheinliche Schwäche bei den Mittelhessen gibt, dann ist die am ehesten auf der Torhüter-Position auszumachen. Nach dem Karriereende des Oldies Nikolai Weber spielen die Hüter des Tores eine Saison mit Höhen und Tiefen.


Mit eben diesen Höhen und Tiefen kennt man sich beim TuS Ferndorf aktuell aus. Auch bei der Torhüter-Leistung wartet man, nach dem grandiosen Auftritt Lucas Puhls in Nordhorn, auf die nächste Leistungsexplosion. Was allerdings in den letzten sechs Partien der Saison 2021/22 unbedingt greifen muss, ist der Faktor Heimstärke in der Stählerwiese. Die Corona-Beschränkungen sind gefallen, was dem Hexenkessel nochmal ein paar Dezibel mehr bescheren dürfte. Und dann sollte die Mannschaft, im Zusammenspiel mit den Zuschauern, für Erfolgserlebnisse sorgen. Denn schließlich finden vier der letzten sechs Spiele vor heimischem Publikum statt! Fehlen werden dem Team weiterhin die Altbekannten. Valentino Duvancic, Jonas Faulenbach und Tim Rüdiger werden ihren Mannschaftskameraden maximal seelisch und moralisch Beistand leisten können. Bei Tim Hottgenroth wird es sich kurzfristig entscheiden ob er mitwirken kann. Gute Vorstellungen konnte zuletzt Jörn Persson für sich verbuchen. Schon immer der Mann für die ganz schnellen Aktionen, wächst der 21-jährige nun auch immer mehr in die Rolle des Spielgestalters hinein. Profitieren tut er dabei ganz sicher von der Erfahrung des österreichischen Nationalspielers Christoph Neuhold. Sowohl auf Halblinks mit dem erwähnten Neuhold, Niklas Diebel und Lukas Siegler, wie auch auf Halbrechts mit Andreas Bornemann, Kim Voss-Fels und Lucas Schneider hat der Coach die Qual der Wahl. Ein Gefühl, welches Andersson durch viele Verletzungen und Corona-Fälle noch nicht allzu oft hatte in seiner Zeit beim TuS Ferndorf.

Die Spieler in Rot und Weiß freuen sich, dass sie die Chance haben nur vier Tage nach der Niederlage in Coburg Wiedergutmachung zu betreiben. Die Zuschauer von der ersten Sekunde an mitzunehmen ist oberstes Gebot der Schneider & Co.. Einem wieder mal spannenden und emotionsgeladenen Derby steht damit nichts im Wege. Mit den hoffentlich erstmals zu vermeldenden über 1000 Zuschauern in der runderneuerten Stählerwiese.


WISSENSWERTES
Gegner: TV Hüttenberg
Einwohner Hüttenberg: 10800 (zum Vergleich: Ferndorf = 3900)
Heimspielstätte: Sporthalle Hüttenberg – 1450 Zuschauer Fassungsvermögen
Trikotfarbe: blau/rot
größte Erfolge: 4.Platz Bundesliga 1980, Platz 23 in der „Ewigen Tabelle der Handball-Bundesliga“

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