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TuS dreht Krimi zum Heimsieg

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Mattis Michel auf dem Weg zum entscheidenden 26:25 für den TuS. (Foto: H.Burbach)

Der TuS Ferndorf beendet den intensiven Doppelspieltag in der zweiten Bundesliga mit einem Heimsieg. Am Sonntagabend gewannen die Siegerländer ihren Auftritt vor den eigenen Fans im Hexenkessel Stählerwiese mit 26:25 (13:13) nach einem aufreibenden Kampf gegen den TSV Bayer Dormagen. Damit gab es an diesem Wochenende mit der Niederlage am Freitag in Hüttenberg und dem Erfolg gegen die Rheinländer innerhalb von nicht einmal 48 Stunden 2:2 Punkte für den TuS. Und was für anstrengende zwei Spiele das waren… Die Regenerationszeit für beide Teams war selbstverständlich nicht ausreichend gewesen, also kam es am Ende auf den absoluten Willen und die letzte Bereitschaft – auch in den Köpfen – an. „Ich ziehe den Hut vor meiner Mannschaft, was wir da geleistet haben“, so beschrieb es TuS-Trainer Michael Lerscht, der sicher die letzten sieben Minuten der Partie gegen Dormagen vor Augen hatte.

Die hatte quasi im Gleichschritt begonnen, vor erneut picke-packe voller Halle in Kreuztal schenkten sich beide Mannschaften nichts. Ferndorf musste auf Jan Wicklein, Julian Schneider und für den allergrößten Teil des Spiels auch auf Lucas Puhl (Krankheit) sowie Jonas Faulenbach verzichten, der unter der Woche krank gewesen war und nicht trainieren konnte und noch dazu in Hüttenberg angeschlagen aufgelaufen war. Beinahe gleiches galt für Marijan Baisc, auf dem gemeinsam mit Julius Lindskog Andersson jede Menge Verantwortung und der (nicht durch Wechsel zu entlastende) Hauptteil der Arbeit im Rückraum lag. Doch Ferndorf löste die Aufgabe zunächst gut, bot der jungen, dynamischen Mannschaft von Bayer in allen Punkten Paroli. Der Halbzeitstand von 13:13 sprach eine deutliche Sprache: Hier waren zwei Mannschaften auf Augenhöhe am Werk.

Nach dem Wechsel legte der TuS vor den eigenen Fans immer wieder ein Tor vor, doch die ballsichere, sehr schnelle Mannschaft aus Dormagen ließ sich nicht abschütteln. Kai Rottschäfer im Tor der Siegerländer machte einen starken Job und sorgte ein ums andere Mal für einen Vorteil für seine Farben. Nichtsdestotrotz: Nach dem 20:19 durch Lucas Schneider schlug die Stunde der Gäste. Über 20:20 zogen sie in den folgenden Minuten auf 21:24 davon – und das sieben Minuten vor dem Ende. „Da haben wir gesagt, wir werfen jetzt nochmal alles rein, egal jetzt, Vollgas“, beschreibt Trainer Michael Lerscht die Situation. Und so kam zu diesem Zeitpunkt auch Jonas Faulenbach auf die Platte und läutete ein Stück weit die unglaubliche Wende noch mit ein. Sein Tor zum 22:24 und die folgenden zwei wichtigen Treffer von Lukas Zerbe brachten den TuS vor begeistertem Publikum wieder zum Ausgleich, Lindskog Andersson und Michel schließlich mit einem Treffer zehn Sekunden vor der Sirene sorgten für den nicht mehr geglaubten Sieg. Eine absolute Willensleistung!

„Wir haben viele Glückwünsche zu dem Sieg entgegengenommen – und ich denke auch, dass wir ein Stück weit Glück gehabt haben heute. Natürlich, wir wollten dieses Momentum auch erzwingen und haben zum Ende hin nochmal alles reingeworfen und unbändig gekämpft. Das ist schon bemerkenswert. In Summe sind wir nach so einer extrem schwierigen Partie sehr froh über den Sieg gegen eine Mannschaft aus Dormagen, die das extrem gut gemacht hat“, so Lerscht.

TuS Ferndorf: Zerbe (7/2), L. Schneider (5), Barwitzki (4/1), Michel (3), Andersson (2), Müller (2), Basic (1), Faulenbach (1), Rink (1).


Fotos: H. Burbach