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Vorletztes Auswärtsspiel im Jahre 2021

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Die SG BBM Bietigheim befindet sich auf dem Weg zu Ihrer dritten Deutschen Meisterschaft. Nein, es geht nicht um das Herrenteam – das spielt weiterhin gemeinsam mit dem TuS Ferndorf in der zweithöchsten deutschen Spielklasse. Die Frauen aus Bietigheim sind gemeint, die attraktiven Handball bieten und die Männerabteilung ein wenig in den Schatten stellen. Doch das ist bei einem Blick auf die Trainerbank der Bietigheimer Männer kaum möglich. Denn da sitzt kein Geringerer als ein Weltmeister von 2005 und Spieler von Weltklasseformat – Iker Romero !

Neben dem Trainer gibt es beim Team aus dem Landkreis Ludwigsburg weitere Hochkaräter im Kader. „Uns erwartet die spanische Handballschule mit vielen Kreuzbewegungen im Rückraum. Diese Spieler sind zudem gut im Eins gegen Eins und üben immensen Druck auf die Abwehr aus“, berichtet TuS Ferndorfs Coach Robert Andersson durchaus angetan von den spielerischen Qualitäten des Gastgebers. In der altehrwürdigen Sporthalle am Viadukt erwartet den TuS am Freitagabend demzufolge eine schwierige Aufgabe. Die Mannschaft hat keinen großen Star in ihren Reihen der den Alleinunterhalter gibt. Im Gegenteil, das Mannschaftsgefüge erscheint sehr homogen, und es haben bereits acht Spieler 30 oder mehr Tore erzielt. Das zeugt davon, dass die Kleingruppen im Zusammenspiel sehr gut harmonisieren. Wobei der Rechtsaußen der Süddeutschen natürlich Erwähnung finden muss. Denn Christian Schäfer hat sich vergangene Saison bereits zum zweiten Mal in seiner Karriere die Torjägerkanone der 2.HBL gesichert. Aktuell noch ein bisschen erfolgreicher agiert nur der Rückraumlinke der Gastgeber. Sven Wesseling, vor der Saison von Emsdetten nach Bietigheim gewechselt, hat schon 87 Mal genetzt. Es darf ein Spektakel erwartet werden. Denn nicht selten fallen in Begegnungen mit der SG BBM Bietigheim über sechzig Tore.


Genau da sieht Andersson sein Team auf einem guten Weg: „Die Abwehr steht durchaus gut. Wir brauchen allerdings eine bessere Wurfeffektivität. Zudem müssen wir unsere Leistung endlich einmal über die gesamte Spielzeit, und nicht nur 40 oder 50 Minuten, auf die Platte bringen.“ Kim Voss-Fels und Mattis Michel haben ihre Blessuren komplett überstanden und sind voll einsatzfähig. Erstmals, nach über zwei Monaten Verletzungspause, wird der Capitano Lucas Puhl mit an Bord sein. Ob es zu einem Einsatz reicht muss die Trainingswoche zeigen. Hier stehen die Ampeln allerdings eher noch auf Rot. Da aber Kai Rottschäfer verhindert ist und Tim Hottgenroth sich mit Leistenproblemen plagt, wird sich der Torwart- und Co-Trainer Jannis Michel auf einen möglichen Einsatz vorbereiten. Da der mit Zweitspielrecht ausgestattete und auf Leihbasis zur SG Schalksmühle/Halver gewechselte Linus Michel von der Spielpause in Liga Drei profitiert, könnte es zu einem Novum beim TuS Ferndorf kommen. Drei Mal der gleiche Nachname auf dem Platz – drei Brüder! Und das bei einem Handball-Zweitligisten und nicht auf einem Kunstrasenplatz im östlichen Siegerland. „Die Moral im Team ist weiterhin gut. Wir geben Alle jeden Tag 100% und im Training sieht das oft sehr gut aus. Jeder Einzelne ist jetzt gefragt und muss mithelfen“, gibt der schwedische Altinternationale auf der Ferndorfer Kommandobrücke einen Einblick in sein Seelenleben. Erste erfolgreiche Schritte zurück aufs Handballfeld hat der Toptorschütze auf Rechtsaußen, Josip Eres, gemacht. Hier sehen die Verantwortlichen bei einem weiterhin guten Heilungsverlauf einem Einsatz nach der EM-Pause positiv entgegen.

Auch wenn die augenblickliche Situation mehr als bedrohlich erscheint. Man sagt dem Siegerländer ja gemeinhin nach, dass er stur ist. Das ist die Mannschaft auch. Stur und versessen darauf, daran zu glauben dass die Saison noch lang ist und man noch einiges bewegen kann. 23 Spiele und somit 23 Mal die Möglichkeit zu punkten. Am besten fangen die Schneider & Co. so früh wie möglich damit an. Wer live dabei sein möchte, hat die Möglichkeit über den Stream bei Sportdeutschland.tv. Und wenn die Siegerländer Handballfans in den heimischen Wohnzimmern mitfiebern, gilt natürlich wie immer: Scream for our team !


WISSENSWERTES
Gegner: SG BBM Bietigheim
Einwohner Bietigheim: 43.200 (zum Vergleich: Ferndorf = 4.200)
Heimspielstätte: Sporthalle am Viadukt (1.300 Zuschauer Fassungsvermögen)
Trikotfarbe: rot / blau
größte Erfolge: Aufstieg in die 1.Bundesliga 2014 und 2018

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