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Klare Erwartungshaltung vor Kellerduell

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Auch Andi Heymes Tore werden am Samstag wichtig sein (Foto: H. Burbach)

Direkte Duelle zwischen Kandidaten im Kampf um den Klassenerhalt haben zu dieser Phase der Saison traditionell einen besonderen Touch und bekommen oft Namen wie „Kellerduell“ oder „Abstiegsgipfel“ verpasst. Ein solches Duell steht am Ostersamstag in der Stählerwiese in Kreuztal an, wenn der TuS Ferndorf den TV Neuhausen empfängt (19:30 Uhr). Zwei Pluspunkte müssen herbei, sagen die einen – und wegzudiskutieren ist das nicht, das will auch niemand: Die Punkte sollen beim TuS bleiben. Dabei will man sich unter anderem auch auf die Stimmung in der Halle und die Unterstützung des Heimpublikums verlassen – so wie gegen Aue, wo die Stählerwiese zu einem Hexenkessel vorher selten geahnten Ausmaßes wurde. Dennoch: Das Wort „Pflichtsieg“ ist keines, das der Trainer der Ferndorfer in den Mund nimmt: „Natürlich wollen wir gewinnen und sind uns bewusst, dass wir in so einem Spiel noch dazu zuhause schon punkten sollten. Die Spieler müssen damit klar kommen, dass sie auch im Umfeld mit dieser Erwartungshaltung angesprochen werden. Wir können nicht sagen, wir schauen mal, was da rauskommt. Wir wollen gewinnen. Den Anspruch haben wir und dementsprechend agieren wir.“

Abhaken muss man dabei eine schwache zweite Halbzeit – vor allem in der Offensive – im letzten Spiel in Bad Schwartau, denn mit der dort gezeigten Quote, Konsequenz und Geschwindigkeit dürfte in keinem Spiel in der zweiten Bundesliga Staat zu machen sein. Doch genau das wurde unter der Woche angesprochen, genau das soll sich am Samstagabend ändern. Einen besseren Zeitpunkt als das Kellerduell gegen den direkten Tabellennachbarn scheint es dafür nicht zu geben – mit einem Sieg würde der TuS „am Leben“ bleiben, während man in Neuhausen bei einer Niederlage wohl bereits für die 3. Liga planen könnte. Die Baden-Württemberger stehen derzeit auf dem 19. Tabellenplatz der 2. Bundesliga und damit einen Rang tiefer als der TuS Ferndorf. Mit aktuell 15:43 Punkten hat die Mannschaft von Alexander Job bereits neun Zähler Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz und ist noch mehr als der TuS auf jeden Punkt angewiesen. Immerhin: Am vergangenen Wochenende sendeten die Neuhausener ein Lebenszeichen und bezwangen den Tabellenneunten Dessau-Roßlauer HV mit 24:22. Bester Torjäger aktuell ist Andreas Bornemann mit 115 Treffern.

Der TuS hofft also auf den neu gewonnenen Heimeffekt – immerhin hat die Stählerwiese in dieser Saison lange auf solche Spiele wie zuletzt gegen Aue gewartet. Zeit, dass das Team den Fans erneut Punkte schenkt. Die Mentalität dafür ist bei Trainer und Team da – Gedanken an ein Scheitern oder ein „Was wäre wenn“ gibt es nicht. „Wir sind total überzeugt von dem, was wir tun und schauen nur darauf, wie wir das Ziel erreichen können. Wenn ich nicht daran glauben würde, würde ich nicht jeden Tag dafür arbeiten“, bestätigte Michael Lerscht vor dem wichtigen Spiel.

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