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TuS verliert: Angriff erneut zu schwach

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Trotz sieben Treffern von Daniel Mestrum verlor der TuS sein zweites Heimspiel (Foto: Burbach)

„Die Analyse ist sehr einfach, das ist das Bittere. Es hat nicht gereicht heute“, so ein enttäuschter Trainer Michael Lerscht. Seine Mannschaft, der TuS Ferndorf, hat nach einer nicht ausreichenden Leistung die vierte Niederlage der laufenden Saison in der zweiten Handball-Bundesliga kassiert. Das Heimspiel gegen den Aufsteiger HSG Konstanz ging am Sonntagnachmittag in der Stählerwiese in Kreuztal mit 23:26 (12:17) verloren. Und wie schon im vergangenen Heimspiel gegen den Aufsteiger aus Hüttenberg reichte auch an diesem fünften Spieltag vor allem die Leistung in der Offensive nicht aus. Doch der Reihe nach.

Der Start in die Partie gelang den Siegerländern noch ganz ansehnlich, als Daniel Mestrum in der sechsten Minute das 3:3 erzielte, war man auf Augenhöhe mit dem Team vom Bodensee, das keinesfalls als Übermannschaft bezeichnet werden muss. Doch was folgte, war eine ganz schwache Phase der Hausherren, die in einem 0:6-Lauf gipfelte und die HSG plötzlich mit 9:3 in Front katapultierte. „Wir waren einfach wieder nicht präsent genug, da hat nicht viel funktioniert“, gab Lerscht zu, der von außen mit ansehen musste, dass seine Sieben auf dem Feld nicht in der Lage waren, in diesem Spielabschnitt dagegen zu halten. Teilweise ging es bis auf sieben Tore Rückstand (8:15), zur Halbzeit reduzierte sich dieser auf fünf Treffer. „Aber 17 Gegentore sind in der ersten Hälfte einfach zu viel, das ist eine zu große Hypothek für den zweiten Durchgang“, seufzte Lerscht.

presenter3_lindenschmidtDennoch: Die Chance, die Partie zu drehen und zu einem für den TuS positiven Ende zu bringen, war da und bot sich in Hälfte Zwei einige Male. Das lag vor allem an der tadellosen Leistung, die Keeper Lucas Puhl nun im Kasten der Ferndorfer bot. Der Keeper sammelte jede Menge Paraden, leitete immer wieder Gegenstöße seiner Mannschaft ein und tat, was er konnte, um seine Vorderleute zu unterstützen. Beim Stand von 16:20 (37.) gab es gleich mehrere Gelegenheiten und freie Bälle für die Ferndorfer, noch näher an Konstanz heranzurücken, doch diese wurden teilweise kläglich vergeben. „Wir brauchen da gar nicht zu diskutieren, wir werfen momentan zu wenig Tore. Lucas hat das super gemacht, leider haben wir ihn nicht zum Matchwinner krönen können, dafür war die Angriffsleistung nicht gut genug“, erklärte Lerscht. Und so verpassten die Ferndorfer es, das Spiel nochmal wirklich eng zu machen, vergaben sogar in Überzahl gute Gelegenheiten. Am Ende brachte das Team von Daniel Eblen die Partie nach Hause und ließ sich auch vom 22:24-Anschlusstor von Daniel Mestrum, der insgesamt auf sieben Treffer kam, nicht mehr aus der Ruhe bringen. Auf die Ferndorfer wartet nun einerseits eine Menge Arbeit („Wir müssen die Köpfe und Handgelenke lockern!“), andererseits mit den Gegnern Emsdetten, Nordhorn, Wilhelmshaven und Aue ein Programm, wie es diese ausgeglichen starke Liga nun mal bereithält. Leichter macht es die Aufgabe des TuS Ferndorf nicht.

Torschützen des TuS: Mestrum (7), Baumgärtner (5/3), Kastening (3/1), Volentics (2), L. Schneider (2), Sartisson (1), J. Schneider (1), Bettig (1), John (1).


Bilder: H.Burbach

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