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 Ein besonderer Doppelspieltag vor der Brust

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„Den Jungs macht das Spaß“ – so nimmt Ferndorfs Coach Robert Andersson bereits im Vorfeld jeglicher Kritik zu Doppelspieltagen den Wind aus den Segeln. Dabei treibt der Spielplan aktuell seltsame Blüten. Denn es kommt am Freitagabend, um 19:30 Uhr in der Stählerwiese, zu einem Aufeinandertreffen des 4.Spieltages. Damals hatte die erste coronabedingte Auszeit den TuS im Griff, was zu der damaligen Absage führte. Aktuell hat es wieder mehrfach Teams aus Liga Zwei erwischt, so dass ein Saisonabbruch, und eine damit verbundene Wertung der Saison nach der Quotientenregel, nicht ins Reich der Fabeln zu verweisen ist.

Der Doppelspieltag, mit dem Heimspiel gegen Lübeck am Freitagabend und dem Auswärtsspiel in Lübeck am Sonntagnachmittag um 16 Uhr, birgt aber auch weitere Brisanz. Vater Robert Andersson gegen seinen Sohn Julius Lindskog Andersson. Mit dem letztjährigen MVP der zweiten Liga hat der Vater diese Woche noch telefoniert: „Julius sieht das genauso wie ich. Wir werden uns herzlich begrüßen, aber danach ist es ein Zweitligaspiel wie jedes andere auch. Wobei ich nie gerne gegen meine Ex-Vereine gespielt habe.“ Das aktuelle Team von Julius Lindskog Andersson ist während der Saison nie richtig zu der Konstanz gekommen, die man gerne an den Tag gelegt hätte. Tollen Auftritten folgten ebenso regelmäßig Vorstellungen, die bei den Verantwortlichen Fragezeichen auslösten. Dabei ist die Hansekogge aus Lübeck durchaus stark besetzt. Mit Dennis Klockmann im Tor und Niels Versteijnen auf Halbrechts hat man zwei herausragende Zweitliga-Spieler. Und obendrein noch einen Julius Lindskog Andersson, der auch im Norden der Republik als Game-Changer, als Spielentscheider, auftritt. Doch die Mannen von Coach Piotr Przybecki sind zur Zeit arg gebeutelt. Klockmann hat sich am Knie verletzt, so dass sein Einsatz noch nicht gesichert ist. Lindskog Andersson wird getapt spielen und zu allem Überfluss könnte Versteijnen noch zum Kader der niederländischen Nationalmannschaft stoßen, die am Sonntag gegen Polen spielt. Keine guten Voraussetzungen für die Marmeladenstädter, die sich in den vergangenen Jahren in der oberen Tabellenhälfte der zweiten Liga etabliert haben.


Ganz anders die Lage bei den Rot-Weißen. Außer Lucas Puhl steht Andersson der komplette Kader zur Verfügung. Nicht unwichtig, gibt es doch viele in den Reihen der Ferndorfer Jungs, mit denen Lindskog Andersson noch zusammen gespielt hat. Ob jetzt die Tipps von ihm besser sind, oder aber das Wissen auf Ferndorfer Seite wie man einen Lindskog Andersson stoppt, wird erst am Sonntagabend abschließend beantwortet sein. Doch mit den gestiegenen Alternativen im Kader, ist auch das Selbstbewusstsein der rot-weißen Equipe deutlich gestiegen, was der Coach nochmal untermauert: „Wenn wir eine gute Wurfeffektivität haben, ist es schwer uns zu schlagen.“ Einzelne Spieler aus diesem homogenen Gebilde hervorzuheben fällt schwer. Doch ein Torben Matzken, der im Laufe der Saison auch viel Kritik einstecken musste, befindet sich z.B. auf einem guten Weg und wird am Wochenende wahrscheinlich sein 100.tes Saisontor erzielen. Die beiden Schneider-Brüder, die sich in wirklich jeden Zweikampf werfen und alles für ihren Verein geben. Da darf man gespannt sein, wer am Wochenende von sich reden macht und die Schlagzeilen im Spielbericht bestimmen wird. Vielleicht ja auch der viel gerühmte Innenblock des TuS Ferndorf mit den beiden Türmen in der Schlacht, Thomas Rink und Branimir Koloper.

Aktuell stehen die Andersson-Mannen in der Quotienten-Tabelle auf einem Nicht-Abstiegsplatz. Und auch die Tabelle führt, wenn man den Punktabzug für den Wilhelmshavener HV einrechnet, den TuS Ferndorf über der roten Zone. Damit dass auch nach diesem Doppelspieltag so bleibt, müssen dringend Punkte her. Seelisch, moralische Unterstützung kann das Team immer gut gebrauchen und freut sich insbesondere über die „Motivations-Spritzen“ in den sozialen Medien. Gutes Stichwort, denn beide Partien können natürlich wieder über den Livestream bei Sportdeutschland.tv verfolgt werden. Dabei gilt es zusammen zu rücken in der #familieferndorf, #familietus und gemeinsam alles zu geben für das große Ziel am 26. Juni: Klassenerhalt !


WISSENSWERTES

Gegner:  VfL Lübeck-Schwartau
Einwohner Lübeck:  217.000 (zum Vergleich: Ferndorf = 4.200)
Heimspielstätte:  Hansehalle – 3.200 Zuschauer Fassungsvermögen
Trikotfarbe:  blau-weiß
größte Erfolge:  viermaliger Aufstieg in die 1.Handball-Bundesliga, Gewinn des DHB-Pokals als SG VfL Bad Schwartau

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