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Endlich mal die Ernte einfahren

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Es ist an der zeit nochmal so richtig zu jubeln (Archifoto: H.Burbach)

Man braucht die kommende Aufgabe seitens der Medienvertreter gar nicht so hoch hängen. Die Mannen um Ferndorfs Coach Michael Lerscht wissen zu genau was am Samstagabend auf dem Spiel steht. Und doch ist es das oft zitierte „Vier-Punkte-Spiel“ – Tod oder Gladiolen hat es Louis van Gaal mal sehr martialisch deklariert. So schlimm ist es nicht, doch nach den beiden „Buzzer-Beater Niederlagen“ in Gummersbach und Dresden gilt es, sich für den aufopferungsvollen Kampf nun auch endlich mal zu belohnen. Die Tabelle hat nach gut einem Drittel der Saison an Aussagekraft gewonnen. Somit kommt es zum Duell des Viertletzten gegen den Drittletzten.

Mit dem Drittletzten, der HSG Konstanz, empfängt der TuS Ferndorf einen hochinteressanten Aufsteiger, der sich bis dato erstaunlich gut in der Liga akklimatisiert hat. Einzig zwei etwas höhere Niederlagen hat das Team von Konstanz Coach Daniel Eblen einstecken müssen. Bei den sechs anderen Niederlagen war das Team vom Bodensee immer bis in die Schlussminuten auf Augenhöhe. Vor allen Dingen daheim, in der von vielen Gäste-Teams gefürchteten „Schänzle-Hölle“, können die Konstanzer jedem Gegner gefährlich werden. Das musste am vergangenen Wochenende auch der Tabellenzweite Coburg erfahren, der erst kurz vor Ultimo den Sieg eintüten konnte. Ab dem heutigen Spieltag stehen so etwas wie die westdeutschen Wochen für die Konstanzer auf dem Programm. Dem Auswärtsspiel in der Stählerwiese folgt der Heimknüller gegen den VfL Gummersbach, bevor es in der darauffolgenden Woche zur HSG Krefeld geht. Als Erfolgsfaktoren gibt es im Spiel der Konstanzer zum einen das hervorragende Kleingruppenspiel mit dem Kreis und zum anderen den wurfgewaltigen Paul Kaletsch, der in der vergangenen Saison Torschützenkönig der 3.Liga Süd war und auch diese Saison bereits 72 mal genetzt hat. Deshalb warnt auch Michael Lerscht vor dem Aufsteiger: „Konstanz ist sehr diszipliniert, gradlinig und zieht seinen Matchplan durch. Eine Mannschaft die sehr kampfstark ist. Es stehen sechzig lange Minuten auf dem Plan, in denen wir alles raushauen müssen.“ Ein Wort noch zu Lerschts Gegenüber – Daniel Eblen geht in sein siebzehntes (!!) Jahr als Trainer der HSG Konstanz und ist somit dienstältester Coach der 1.+2.Liga.


Die TuS-Equipe hat am vergangenen Spieltag wieder mal einen couragierten Auftritt aufs Parkett gelegt. Leider wurde, wie in Gummersbach, auch in Dresden vergessen am Ende die Belohnung in Form von Punkten einzustecken. „Es geht um das Gleiche wie in den vergangenen drei Wochen. Wir müssen die gleiche Bereitschaft, die gleiche Power, die gleiche Intensität und den gleichen Willen an den Tag legen. In den letzten Spielen wurden die Jungs dafür nicht belohnt. Das wollen wir gegen Konstanz ändern“, ist Lerschts Spielerkarriere noch nicht so lange vorbei, als dass er nicht genau wüsste, was in den Köpfen seiner Spieler zuletzt vorging. Doch der Blick richtet sich nach vorne, und um das eminent wichtige Spiel gegen die Süddeutschen siegreich zu gestalten, steht Lerscht leider nicht der gesamte Kader zur Verfügung. Jonas Müller fällt mit seinen Problemen an der Wurfhand weiter aus. Julian Schneider mit seiner Schulterverletzung und Marijan Basic mit Achillessehnen-Problemen sind für Samstag äußerst fraglich. Allerdings hat Patrick Weber seinen grippalen Infekt soweit auskuriert, dass er seinem Coach wieder eine Alternative an die Hand gibt. Sehr wichtig, da gerade unsere Rückraumschützen in den letzten Wochen eine sehr zuverlässige Konstante waren.

So stark wie die Konstanzer oft in der heimischen Schänzle-Halle auftreten – auswärts konnten sie bis dato erst einen Punkt auf der Habenseite verbuchen. Ein weiteres Indiz dafür, wie wichtig der Faktor Heimspiel in dieser 2.Liga ist. Was per Statistik belegbar ist, wollen die Rot-Weißen am Samstagabend auch auf heimischem Parkett umsetzen, wie Lerscht formuliert: „Es wird sich ein großer Kampf für uns stellen, den wir annehmen müssen. Wir müssen die Stählerwiese mitnehmen, um am Ende Belohnung für die harte Arbeit zu erfahren.“ Lasst uns alle gemeinsam den Kampf annehmen und unser Team bedingungslos unterstützen, damit wir bei der Schlusssirene gemeinsam ganz wichtige Punkte bejubeln dürfen.


WISSENSWERTES ZUM GEGNER

Gegner: HSG Konstanz
Einwohner Konstanz: 284000 (zum Vergleich: Ferndorf = 4200)
Heimspielstätte: Schänzle-Sporthalle – 1900 Zuschauer Fassungsvermögen
Trikotfarbe: gelb-blau
größte Erfolge: Aufstiege in die 2.Handball-Bundesliga 2001, 2016 + 2019