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Endlich wieder Handball spielen

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Die TuS Ferndorf Handball GmbH hat ein ganz klares Kerngeschäft, in dem es nur um eins geht – Handball !! Leider mussten sich Offizielle und alle in und um das Zweitligateam aber in den letzten Tagen wieder mit Dingen auseinandersetzen, die dem Handball-Enthusiasten in der Regel nicht so liegen. Seien es behördliche Anordnungen bzgl. der Quarantäne, Verhaltensregeln für das Team in selbiger oder aber das Individualtraining daheim für Handball-Profis, die es gewohnt sind täglich mit dem Team zu trainieren. „Wir sind jetzt insgesamt einen Monat ohne Training. Noch dazu haben wir in den kommenden Wochen Meisterschaftsspiele im Drei- oder Vier-Tage Rhythmus. Das ist in Bezug auf die Verletzungsgefahr sehr, sehr gefährlich“, sieht Ferndorfs Coach Robert Andersson schwierige Wochen auf sein Team zukommen. Dieses „brennt“ allerdings seit Freitagabend und fiebert auf den kommenden Mittwoch hin. Dieser Wochenspieltag hält insofern ein brisantes Duell bereit, weil uns unser langjähriger Ex-Coach Michael Lerscht mit seinem neuen Team, dem ASV Hamm, die Aufwartung macht. „Dass das Spiel was Besonderes für mich ist brauche ich nicht weg zu diskutieren. Allerdings hätte ich viel lieber spät in der Saison vor Zuschauern in der Stählerwiese gepielt“, blickt der neue Mann auf der Hammer Kommandobrücke mit einem weinenden Auge auf die äußeren Umstände des Spiels.

Mit dem ASV Hamm kommt nicht nur ein gestandener Zweitligist nach Kreuztal, sondern ein Team, welches auf allen Positionen top besetzt ist. Nach einem einjährigen Gastspiel in der Beletage des deutschen Handballs in der Saison 2010/11, hat der Allgemeine Sport Verein ein Abo auf die Spitzenplätze in Liga Zwei. Und obwohl den Mannen aus dem östlichen Ruhrgebiet mit Merten Krings ein wichtiger Mann auf der Mittelposition fehlt (Daumenbruch im Vorbereitungsspiel gg. den TBV Lemgo), spicken mehrere Hochkaräter den Kader. So ist die Rückraum Achse mit Marian Orlowski, Sören Südmeier und Jo-Gerrit Genz durchweg bundesligaerfahren. Und dahinter hütet mit Felix Storbeck einer der besten seines Fachs den Hammer Kasten. So sagt Lerscht auf die Favoritenrolle angesprochen: „Uns ist bewusst dass uns ein heißer Tanz erwartet. Für uns gilt es, die gute Leistung aus dem Eisenach-Spiel zu kompensieren.“

Dagegenhalten wollen die Jungs in rot und weiß mit altbekannten Ferndorfer Tugenden. Kämpfen bis zum Umfallen und alles in die Waagschale werfen. Alle Spieler sind nach der zweiten coronabedingten Pause heiß darauf, endlich wieder Handball spielen zu dürfen. Feuer und Leidenschaft werden die Andersson-Schützlinge auf jeden Fall aufs Parkett bringen, um damit die Grundlage zu legen für ein richtungsweisendes Duell am ungewohnten Mittwochabend. „Mit Training und einem guten Tag kann man gegen Hamm gewinnen. Aber wir werden trotzdem alles versuchen und alles geben“, ist sich Andersson der schwere der Aufgabe bewusst, will aber die Flinte nicht schon vorzeitig ins Korn werfen. Mit von der Partie sind alle Spieler bis auf die langzeitverletzten Lucas Puhl und Patrick Weber.

Woran sich die meisten Fans der Ferndorfer Equipe schon gewöhnt haben dürften (wobei man sich daran als Fan wohl nie gewöhnen wird) – auch dieses Heimspiel findet aufgrund der hohen Inzidenzwerte und der damit verbundenen Einschränkungen ohne Zuschauer statt. Hier sei wieder einmal der Hinweis auf den Stream bei Sportdeutschland.tv gestattet, die weiterhin live von allen Zweitliga-Partien berichten. Und egal wo sich der geneigte TuS-Fan das Spiel auch anschauen mag, für alle gilt am Mittwochabend ab 19:30 Uhr: „Scream for our team !“


WISSENSWERTES:

Gegner:  ASV Hamm Westfalen
Einwohner Hamm:  180000 (zum Vergleich: Ferndorf = 4200)
Heimspielstätte:  Westpress-Arena – 2650 Zuschauer Fassungsvermögen
Trikotfarbe:  rot
größte Erfolge:  Aufstieg in die Handball-Bundesliga 2010 / 4. Platz in der 2.Liga 2018/19

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