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Krimi mit Happy-End

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Großer Jubel beim TuS – Enttäuschung bei Emsdetten (Foto: TV Emsdetten)

Was für ein Handballabend vor 1289 Zuschauern in der Ems-Halle in Emsdetten. Kein Bestseller-Autor dieser Welt hätte eine spannendere Inszenierung schreiben können. Allein die Tatsache, dass sich im zweiten Durchgang keines der beiden Teams mal mit zwei Toren absetzen konnte, sondern die Führungstreffer immer postwendend mit dem Ausgleich beantwortet wurden, zeigt die Dramatik dieser Partie.

Es war ein Spiel zweier starker Abwehrreihen und zweier starker Torhüter. Konstantin Madert auf Seiten der Emsdettener und der überragende, 21-jährige Tim Hottgenroth auf Seiten des TuS. Am Ende kam Hottgenroth auf 40% gehaltener Bälle mit insgesamt 14 Paraden und hatte damit großen Anteil am Auswärtserfolg.


Zu Beginn entwickelte sich das Spiel so, wie sich die Ferndorfer das gewünscht hatten. Über ein 1:2 in der 5.Minute konnte man in der 9.Minute erstmals mit zwei Treffern (2:4) in Führung gehen. „Wenn wir es in der Phase schaffen den Gegenstoß konsequenter zu spielen, können wir uns vielleicht mal auf drei Tore absetzen“, trauerte Lerscht einer Phase hinterher, in der man Emsdetten wieder ins Spiel einlud. Die Sieben von Emsdettens Trainer Daniel Kubes setzte sich dann auf 9:7 in der 23.Minute ab und hielt diesen Vorsprung bis kurz vor der Pause. Innerhalb von nur dreißig Sekunden gelang es dem TuS aber auszugleichen. Andreas Bornemann zum Anschluss nach 29:30 Minuten und Jonas Müller mit einem direkt verwandelten Freiwurf mit der Halbzeitsirene sorgten für „ein Positiverlebnis mit dem wir in die Halbzeit gehen konnten“, wie Lerscht befand. Dann kam die oben bereits erwähnte, verrückte zweite Halbzeit, in der das Spiel ständig hin und her wogte. „Zwischen der 40.-50.Minute haben wir Probleme im Angriff, finden schlechte Lösungen weil Emsdetten uns große Aufgaben stellt. In dieser Phase hält uns Tim Hottgenroth mit wichtigen Paraden im Spiel. Die letzten neunzig Sekunden sind dann einfach nur verrückt“, fiel es auch dem Coach schwer, für den Showdown die richtigen Worte zu finden.

58:18 Auszeit TuS ; in Überzahl versucht die Lerscht-Sieben eine schnelle Lösung zu finden. Tim Rüdiger scheitert aber an Madert. Nachdem Emsdetten wieder komplett ist, erwischt es Bornemann, zuvor mit sechs Treffern bei sieben Versuchen mit einem famosen Spiel, der aufgrund einer Zeitstrafe die restlichen Sekunden des Spiels auf der Bank verbringen muss. In Unterzahl pariert der eingangs erwähnte und vom Coach geadelte Hottgenroth wiederholt einen Ball vom Emsdettener Rechtsaußen. In Unterzahl den letzten Ball ausspielen. Ball von Patrick Weber auf Mattis Michel. Und der Junioren-Nationalspieler schafft es, den Ball fast mit der Schlusssirene im Tor zu versenken. Was folgt ist rot-weiße Glückseligkeit. Tim Hottgenroth geht in der Jubeltraube seiner Mitspieler unter.

„In der finalen Phase in Unterzahl sind wir eigentlich falsch aufgestellt, da wir für einen schnellen Gegenstoß in den Schlusssekunden die „falschen“ Spieler auf dem Feld haben. Am Ende ist es dann das Glück des Tüchtigen. Es freut mich ungemein für die Jungs, dass sie sich mit so einem Tor in der Schlusssekunde belohnen – mega“, war Lerscht hörbar stolz auf sein Team.

Zwei wichtige Punkte auf der Habenseite. Mit jetzt ausgeglichenem Punktekonto können Faulenbach, Koloper & Co. gestärkt in die neue Woche gehen und sich auf das Heimspiel am kommenden Samstag gegen die Rimpar Wölfe vorbereiten.