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Punkte wären wichtig

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In Anbetracht dessen was da kommenden Mittwochabend in Bietigheim auf den TuS Ferndorf wartet, sollte für die Beruhigung der Nerven langsam wieder mal ein Erfolgserlebnis eingefahren werden. Ferndorfs Coach Robert Andersson wird nicht müde zu betonen: „Für die Entwicklung des Teams benötigen wir Zeit !“ Und kaum irgendwo wird ein Coach ein Umfeld vorfinden, in dem er soviel Zeit für die Entwicklung eines Teams eingeräumt bekommt wie rund um die Stählerwiese. Andererseits sind auch die finanziellen Möglichkeiten rund um den TuS Ferndorf andere, wie sie z.B. bei den Großstädten in Hamburg, Lübeck oder eben Dresden sind.

Womit wir beim samstäglichen Gegner wären. HC Elbflorenz heißt der Gegner und befindet sich aktuell im vorderen Tabellendrittel. Wahrscheinlich auch für die Männer aus Dresden nicht mehr als eine schöne Momentaufnahme. Denn rein vom Leistungsvermögen her treffen zwei Teams aufeinander, die normalerweise nicht sieben Plätze in der Tabelle trennen. Eine kompakte Truppe, die da an Weihnachten den weiten Weg aus Sachsens Hauptstadt nach Kreuztal antritt. Vor ganz starken Torleuten ist der bundesligaerfahrene Jonas Thümmler Turm in der Schlacht und treffsicher vom Kreis. Dahinter sorgen zwei Halbspieler für die meiste Torgefähr. Auf Halbrechts der litauische Nationalspieler Mindaugas Dumicius und auf Halblinks der Motor des Dresdner Spiels, Sebastian Greß. Diesen Greß auszuschalten, Lösungen gegen den tiefen Abwehrverbund zu finden und selber gut in der Deckung zu stehen, dürften die Erfolgsfaktoren für den zweiten Weihnachtsfeiertag sein. „Der HC Elbflorenz ist dem THSV Eisenach von der Spielweise her gar nicht so fremd. Auch die Dresdner bevorzugen eine tiefstehende 6:0 Deckung“, muss Andersson vom Matchplan her gar nicht so viele Stellschrauben drehen. Wobei die Männer von der Elbe mit reichlich Selbstvertrauen in die Stählerwiese kommen. Einem Auswärtssieg in Dessau am vergangenen Wochenende ließen die Schützlinge von Trainer Rico Göde einen fulminanten Heimsieg gegen Wilhelmshaven folgen. In diesem Spiel ließen die Dresdner bis zur 45.Minute nur 12 Gegentreffer zu. Ein hartes Stück Arbeit für Ferndorfs Abteilung Attacke.

Womit wir beim großen Schwachpunkt der letzten Auftritte der Rot-Weißen sind. In der Offensive lief zuletzt wenig zusammen und die Spieler auf den Halbpositionen fanden nicht so richtig ins Spiel. „Wir müssen das, was wir uns im Training erarbeiten, einfach besser im Spiel umsetzen“, will Andersson ganz gezielt auf seine Mannen einwirken und führt weiter aus: „Die zuletzt fehlende Präzision müssen wir uns im Training holen !“ Hierbei wünscht sich der Coach nichts sehnlicher, als dass endlich mal wieder einer seiner Halbspieler einen Flow bekommt und mit ein paar einfachen Toren für Entlastung sorgt. Eine ganz klare Aufgabenstellung für Lucas Schneider, Andreas Bornemann und Toni Sario. Und dass die drei genannten Spieler allesamt das Potenzial für das Eingeforderte haben, steht außerhalb jeglicher Diskussion. Bei der schweren Aufgabe gegen die Sachsen wird auf jeden Fall der eine der beiden Capitanos wieder voll mit dabei sein. Lucas Puhl hat die ersten Kurzeinsätze absolviert und gibt seinem Coach eine weitere Alternative an die Hand. Wobei Tim Hottgenroth und Marin Durica ihre Aufgabe bisher sehr gut gelöst haben. Mehr würde es den Coach danach dürsten, einen auskurierten Jonas Faulenbach wieder auf der Platte zu sehen. Doch da ist der Wiederbeginn nach der WM-Pause, Anfang Februar, das Ziel für den zweiten Capitano im Team.

Hoffen wir darauf, dass die TuS-Equipe am Samstagabend noch einmal zeigt zu was sie fähig ist. Wichtiger Hinweis für alle Fans. Das Spiel wird bereits um 17 Uhr angepfiffen ! Nach dem Weihnachts-Kaffeetrinken also eine hoffentlich willkommene Abwechslung, auch wenn viele lieber live in der Stählerwiese mitgefiebert und diese zum Hexenkessel gemacht hätten. So bleibt für Alle nicht mehr als dem zu folgen, was unabhängig vom Tabellenstand immer sein sollte: Scream for your team !

Wissenswertes
Gegner:  HC Elbflorenz
Einwohner Dresden:  543800 (zum Vergleich: Ferndorf = 4200)
Heimspielstätte:  Ballsport Arena Dresden – 2581 Zuschauer Fassungsvermögen
Trikotfarbe:  schwarz-grau
größte Erfolge:  Aufstieg in die 2.Liga 2017

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