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Vorletztes Heimspiel der Saison 2021/22

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Auf der Trainerbank duellieren sich am Samstagabend zwei Hochkaräter ihres Sports. Auf der einen Seite der zweifache Europameister (1994 + 1998) Robert Andersson auf der Ferndorfer Bank. Auf der anderen Seite sein Bietigheimer Pendant Iker Romero, seines Zeichens Weltmeister 2005. Doch in der Hauptsache werden die beiden Vorgenannten ihre Arbeit am Samstagabend um 19:00 Uhr erledigt haben. Dann geht es für die Hauptprotagonisten auf die Platte. Und während es für die Männer aus dem handballverrückten Bietigheim-Bissingen „nur noch“ um eine bestmögliche Abschlussplatzierung im Endklassement geht, werden die vorletzten 60 Minuten der Saison 2021/22 in der Stählerwiese für den TuS Ferndorf zum Überlebenskampf. 30 Punkte, so wurde es vor Wochen ausgerufen, werden wohl zum Klassenerhalt reichen. Dieses erste Etappenziel könnten die Andersson-Mannen bereits an diesem Spieltag erreichen. Doch gesichert ist dann leider immer noch nichts.

In den Weg stellt sich bei diesem Vorhaben eine sehr homogene Truppe aus dem Stuttgarter Norden, die „gerne eine offensive Abwehr spielt – spielerisch sowie körperlich stark ist, viele Eins gegen Eins Situation sucht und Tiefe im Spiel hat“, wie Andersson recherchiert hat. Und obendrein torhungrig ist. Das letzte Spiel mit weniger als 24 selbst erzielten Treffern datiert vom 2.Spieltag. Zu dieser Torflut ein erhebliches Scherflein bei, trägt ein echter Shooter im linken Rückraum. Sven Wesseling übernimmt oft Verantwortung, und zeigt auch aus sieben Metern selten Schwächen. Dazu gesellt sich eine Kleingruppe auf Rechts, die gerade in Spielen gegen Ferndorf immer zu gefallen wusste. Dominik Claus auf der Halbposition und der zweifache Torschützenkönig der zweiten Liga, Christian Schäfer, auf Außen. Die Angriffe zu initiieren obliegt dem Landsmann Romeros, Juan de la Pena. Die spielerische Linie des Trainers zeigt auch der Top-Torschütze im Team der Baden-Württemberger. Das ist nämlich keiner der Rückraumakteure, sondern der Mann am Kreis. 116 Feldtore nennt Jonathan Fischer sein Eigen und liegt damit sogar vor einem gewissen Andreas Bornemann. Nicht selten also fallen viele Tore bei Matches der Spielgemeinschaft aus dem Landkreis Ludwigsburg. So war es auch im Hinspiel, als der TuS Ferndorf, fast schon ein bisschen sensationell, mit einem 32:34 Auswärtserfolg beide Punkte aus dem Schwäbischen entführte.


Auf Seiten des Turn- und Sportvereins von 1888 will man sich unbedingt den ersten Matchball erarbeiten, um nach dem letzten Heimspiel der Saison, am 04.Juni gegen den VfL Gummersbach (für das es schon jetzt nur noch Stehplatz-Tickets gibt), beim abschließenden Saisonausklang den Klassenerhalt zu feiern. Bei diesem Unterfangen wird Andersson auf den gleichen Kader zurückgreifen wie zuletzt. Allerdings wird Keeper Lucas Puhl wieder mit an Bord sein, der in Rimpar von Tim Hottgenroth herausragend vertreten wurde. Da sieht der Coach auch für das kommende Spiel ein Hauptaugenmerk: „Wir brauchen den Willen aus dem Rimpar-Spiel. Wenn wir dazu eine kompakte, bewegliche Abwehr stellen, haben wir gute Chancen auf Punkte.“ Gute Erinnerungen ans Hinspiel hat ganz sicher auch der Kämpfer in vorderster Front, Mattis Michel. Sechs Treffer bei sechs Versuchen – zusammen mit den sieben Treffern von Kim Voss-Fels sicherlich einer der Sieggaranten aus dem Hinspiel. Und aktuell aus dem Team nicht wegzudenken. Vorne unermüdlich rackernd, stellt er im Innenblock mit Branimir Koloper die Gegner vor immer neue Aufgaben. „Im Angriff müssen wir sehr beweglich sein, konsequent auf die Schnittstellen gehen und den einfachen Abschluss suchen“, wird Andersson vermutlich wieder auf die Achse Neuhold-Persson-Bornemann setzen.

Was dem Team in den letzten Wochen und Monaten unglaublich geholfen hat, ist die mannigfaltige Unterstützung der Fans. Ob lautstark in Heim- und Auswärtsspielen oder aber auf der heimischen Couch mitfiebernd und Daumen drückend. Die Michel & Co. schöpfen daraus viel Kraft und wünschen sich nichts mehr, als einen lautstarken Support am Samstagabend. Es zählt – noch insgesamt 180 Minuten Zweitligahandball in der Saison 2021/22. Und damit auch in der nächsten Saison der Zweitliga-Ball durch die Stählerwiese fliegt, gilt für Alle: Kommt in die Stählerwiese. Lasst uns den Hexenkessel gemeinsam anstochen und zum kochen bringen. Und dabei nie vergessen – scream for our team !


WISSENSWERTES:
Gegner: SG BBM Bietigheim
Einwohner Bietigheim: 42300 (zum Vergleich: Ferndorf = 3850)
Heimspielstätte: Sporthalle am Viadukt (1300 Zuschauer Fassungsvermögen)
Trikotfarbe: rot  /  blau
größte Erfolge: Aufstieg in die 1.Bundesliga 2014 und 2018

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