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Wilde Reise des TuS geht weiter

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Die Abwehr hatte erneut entscheidenden Anteil am Erfolg in Düsseldorf. (Foto: H. Burbach)

Der TuS Ferndorf beißt sich so langsam aber sicher im oberen Tabellendrittel fest – und sammelt die nächsten Punkte. Der Aufsteiger gewann am Freitagabend beim HC Rhein Vikings mit 25:23 (12:11) und steht mit nun 15:5 Punkten wieder hervorragend da. In einem intensiven Spiel machte der ausgeglichene Kader des TuS sowie die überragende Unterstützung der Fans vielleicht den Unterschied. Vor der Partie musste Trainer Michael Lerscht einen weiteren Ausfall hinnehmen: Der 22-jährige Jonas Müller musste wegen Krankheit passen. Die verbleibenden Spieler der Siegerländer sollten sich jedoch in einer hart umkämpften Partie umso mehr reinwerfen. “Uns war klar, dass das heute hier ein Kampfspiel werden würde”, betonte Lerscht, “Neuss hat alles investiert, um die Punkte zuhause zu behalten.” In der Tat stellten die Gastgeber aus dem Rheinland den TuS vor einige schwere Aufgaben: Die erste Hälfte verlief auf Augenhöhe, mal führten die Vikings, mal führten die Ferndorfer. Der Ex-Ferndorfer Niklas Weiß traf in der 25. Minute zum 10:9, doch die Halbzeitführung ging an die Gäste. Mattis Michel und zwei Mal Marijan Basic verschafften dem TuS zur Halbzeitpause den kleinen – vielleicht nicht unwichtigen – Vorteil zum 12:11.

“Wir haben schon vor der Pause einige Tore kassiert, die wir so nicht fangen wollten und hatten die eine oder andere Schwierigkeit in der Abwehr”, erklärte Lerscht. Nach dem Seitenwechsel sorgten mehr und mehr die Zuschauer im Düsseldorfer Castello dafür, dass die Siegerländer ein Heimspiel hatten. Rund 200 mitgereiste, rot-weiße Fans peitschten ihre Mannschaft nach vorne und sahen weiterhin ein enges Spiel. Über 17:15 und 19:17 für Ferndorf ging es weiter, bis schließlich in der 54. Minute Julius Lindskog-Andersson zum 23:19 traf und damit zum ersten Mal auf einen Abstand von vier Toren stellte – die Vorentscheidung. “Wir haben gesehen, dass wir auch im Angriff flexibel agieren können und dass viele Spieler bei uns Tore werfen können”, so Coach Lerscht. Auch in der Defensive war Teamgeist gefragt, denn nach einer zumindest zweifelhaften Entscheidung musste Abwehrchef Branimir Koloper bereits nach 38 Minuten mit der roten Karte von der Platte. Mattis Michel sprang ein und löste die Aufgabe im Innenblock souverän, überhaupt warf sich die TuS-Abwehr in alles, was ging. Am Ende konnte die Mannschaft den siebten Saisonsieg zusammen mit den überragenden Fans im Castello feiern und freut sich nun auf ein paar freie Tage.

TuS Ferndorf: Basic (6), Zerbe (5/2), Barwitzki (4), Lindskog-Andersson (4/1), Michel (2), L. Schneider (2), Faulenbach (2).


Fotos: H.Burbach